MO5ES Individuelles Coaching

In der aktuellen Situation wollen wir Dir durch individuelles Coaching weiter die Möglichkeit geben,
Deine Fähigkeiten zu verbessern und zu entwickeln!

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Wofür steht MO5ES?

Moses – laut der Bibel verhalf er seinem Volk zu einem besseren Leben, indem er das Meer spaltete und so Etwas in Bewegung setzte.
MO5ES fördert talentierte Fußballer mit spezifischen Trainingseinheiten in den Bereichen Technik, Taktik und Athletik. Das Team hat es sich zum Ziel gesetzt, Spieler und Eltern bei wichtigen Entscheidungen (z.B. Vereinswechsel) individuell zu beraten und zu unterstützen.

Unsere 5 Gebote:

  1. Errichte geduldig dein Fundament!
  2. Lerne und wachse konstant!
  3. Spiele ohne Leistungsdruck!
  4. Finde eigenständig Lösungen!
  5. Sei mutig und selbstbewusst!

Es gibt nur einen richtigen Weg:
Deinen Eigenen

Äußeres Training

Ausbildung von technischen, taktischen und athleti­schen Fähigkeiten

Inneres Training

  1. Lerne Schwierigkeiten zu meistern
  2. Lass dich von Ablehnung nicht entmutigen
  3. Übernimm die volle Verantwortung
  4. Lerne mit Angst umzugehen

Your Wave to Personality

Mit einer gesunden und gleichmäßigen Entwicklung in beiden Bereichen wollen wir DICH auf und neben dem Platz begleiten.

Das Team

Wir, MO5ES, wollen Fußballer auf ihrem individuellen Weg begleiten – vom Spieler zum Profi, vom Trainer zum Top-Coach, vom Menschen bis hin zu einer einzigartigen Persönlichkeit.
Wir glauben daran, Expertenwissen rund um den Fußball für jeden Menschen auf dieser Welt zugänglich machen zu können!

Unsere Kooperationspartner


Das Team

Wir, MO5ES, wollen Fußballer auf ihrem individuellen Weg begleiten – vom Spieler zum Profi, vom Trainer zum Top-Coach, vom Menschen bis hin zu einer einzigartigen Persönlichkeit.
Wir glauben daran, Expertenwissen rund um den Fußball für jeden Menschen auf dieser Welt zugänglich machen zu können!

Unsere Kooperationspartner


Unsere Mannschaft

Sebastian Hollmayer, 23

Gründer & Geschäftsführer - Technik-Coach

Basti durchlief sämtliche U-Mannschaften des DFB und spielte unter anderem in Jugendmannschaften des FC Ingolstadt 04 und des SSV Jahn Regensburg (Bundesliga). Aktuell ist er Trainer für das Perspektivteam des FC Ingolstadt 04 und kann Dir somit in den Bereichen Technik, Taktik weiterhelfen!

Richard Konstantin, 25

Gründer & Geschäftsführer - Athletik-Coach

Richi ist Sport- und angewandter Trainingswissenschaftler und sammelte bereits Erfahrungen als Athletik-Coach beim FC Ingolstadt 04 und Fortuna Düsseldorf. Für und mit Menschen auf und neben dem Fußballplatz zu arbeiten, ist seine große Leidenschaft.

Lukas Schranner, 24

Gründer - PR & Marketing

Lugge arbeitet bei der DAZN Group in der Online-Redaktion und ist - als einer der drei Gründer - bei MO5ES für On- und Offline-Medien, Marketing und Merchandising zuständig. Als begeisterter Fußballer hat er auch großen Spaß daran, mit Dir an deiner Entwicklung zu arbeiten.

denis

Denis Pudja, 30

Athletik-Coach

Denis (M.A. Sportwissenschaft) hat bei Lokomotiva Zagreb, dem FC Sheriff Tiraspol und dem FC Rudes sowohl im Junioren- als auch Herrenbereich im Athletikbereich gearbeitet. Er hat es sich zum Ziel gesetzt, Fußballer in athletischer Hinsicht auf das höchste Leistungsniveau zu bringen.

Norbert Bauer

Norbert Bauer, 53

Ausrüster

Norbert ist der Mann für die Ausrüstung der Spieler und Trainer von MO5ES. Hauptberuflich besitzt er sein eigenes Sportgeschäft in Pfeffenhausen.

Karsten

Karsten Wettberg, 78

Experte und Berater

Karsten machte sich einst unsterblich, als er den TSV 1860 München als Trainer in die 2. Bundesliga führte. Bei MO5ES steht er Dir mit seinem Expertenwissen zur Seite, gibt Tipps und dient als Vermittler zu den großen Vereinen im bayerischen Raum.

Derrek Lesley

Derrek Lesley, 34

Torwartexperte

Derrek hat über zehn Jahren lang reichlich an Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Torhütern gesammelt (Jugend, Universität, Nationalmannschafts- bzw. Profi-Bereich). Seine Leidenschaft ist es, mit Torhütern auf und neben dem Platz zu trainieren - auch im Bereich der Videoanalyse.

Tom

Thomas Geitner, 34

Ernährungsexperte

Tom ist von Beruf Performance and Health-Coach. Er hat bereits beim FC Ingolstadt 04, den Eishockey-Cracks des ERC Ingolstadt und den Handballdamen vom TSV Ismaning gearbeitet. Bei MO5ES ist er Ansprechpartner Nummer eins in Sachen Ernährung.

you

YOU

Du hast Lust, dein Hobby zum Beruf zu machen, bist zielstrebig und willst zusammen mit einem motivierten Team etwas bewegen? Dann verändere etwas und kontaktiere uns!

Samstag, 15. Februar 2020

Karsten Wettberg im Interview: “Mit MO5ES habe ich Großes vor”

Als ehemaliger Trainer von 1860 München und der SpVgg Unterhaching hat Karsten Wettberg Geschichte geschrieben. Im Interview mit MO5ES erklärt der mittlerweile 78-Jährige, wieso er ganz froh ist, wenn es in einem Vier-Augen-Gespräch ausnahmsweise mal nicht um 1860 geht, warum er sich gegen eine weitere Trainertätigkeit entschieden hat und was ihn an seiner neuen Herausforderung bei MO5ES beeindruckt. 

Karsten, Du hast schon viele, um nicht zu sagen, endlos viele Interviews geführt. Welche Fragen kannst Du daher schon gar nicht mehr hören?

Das stimmt, ich kann schon gar nicht mehr sagen, wie viele Gespräche das waren. Fragen fallen mir gleich zwei ein: ‘Hast du schon einen neuen Verein als Trainer gefunden’ oder ‘Was ist mit deinen Löwen los’. Das sind die Klassiker!

Noch immer ist Sechzig dein Herzens-Klub, wie sehr sind die Löwen noch Thema in deinem Alltagsleben?

Sehr, das kann man einfach nicht wegstreichen. Ich war bei vielen anderen Vereinen, aber der TSV 1860 hat schon immer eine besondere Rolle gespielt. Wer diese Fans so erlebt hat, wie ich es getan habe, der versteht sicher den Satz: ‘Einmal Löwe, immer Löwe’. Wir waren während meiner Zeit als Trainer 54 Pflichtspiele lang ungeschlagen. Das ist unvergessen!

Gibt es ein weiteres einfaches Beispiel dafür, wie 60 noch alltäglich präsent ist?

Ich kümmere mich seit über zehn Jahren um den schwer erkrankten ehemaligen 1860-Profi Olaf Bodden und habe für ihn ein Spendenkonto eingerichtet. Ich war als Fan beim Europacup-Endspiel 1965 in London im Wembley gegen West Ham United und habe davon die Eintrittskarte noch daheim. Ich will diese für Olaf Bodden versteigern und hoffe, dass es dafür jede Menge Unterstützung gibt. Mindestangebot: 500 Euro. Damals habe ich 30 Pfund gezahlt und drei Tage lang nicht geschlafen, weil dazu gar keine Gelegenheit war.

Olaf Bodden und Karsten Wettberg (2014).

Warum bist Du – trotz Anfragen – aktuell nicht als Trainer aktiv?

Ich habe mir überlegt, was ich noch machen will. Dass ich mich auf die faule Haut lege, dafür bin ich nicht der richtige Mensch. Es muss nicht mehr der große Stress sein und vor allen Dingen will ich mich im Winter nicht mehr raus in die Kälte stellen.

Aber dann kam MO5ES, wo Du seit Herbst eine neue Herausforderung in Angriff genommen und dich damit gegen eine weitere Trainertätigkeit entschieden hast. Kannst Du erklären, welche Aufgaben dort anfallen?

Ich scoute Spieler, führe Gespräche mit den Eltern und den aktuellen Trainern der Kinder. Zudem bringe ich auch gerne eigene Ideen mit ein.

Wie haben dich die Gründer des Start-Ups davon überzeugt, Teil des Teams zu werden?

Das Gesamtpaket stimmte einfach, zudem ist das Ganze sehr professionell. Sebastian und auch Richi haben ein Auge für junge Talente und erfahren täglich hautnah, was wichtig ist, um den Sprung in den Profibereich zu schaffen. Unser Ziel bzw. das Allerwichtigste ist es, dass man den Spieler soweit bringt, wie es nur möglich ist, aber ohne, dass er seine Umgebung vernachlässigt.

Denn genau das ist oft das Problem…

Ich könnte mindestens zehn Beispiele von Spielern nennen, die einfach noch nicht reif genug waren und zu früh aus ihrem gewohnten Umfeld herausgerissen wurden. Heimweh hatte da dann oft fehlende Begeisterung zur Folge – diese darf nie verloren gehen. Man redet immer von Straßenfußballern. Die gibt es natürlich, aber auch der Charakter ist entscheidend.

Genau diesen versucht MO5ES unter anderem zu fördern. Du hast als Trainer verschiedenste Spielertypen gecoacht. Wie würdest Du nun die Aussage beurteilen, dass ein charakterstarker Spieler auf dem Platz immer eine bessere Leistung bringt?

Einen starken Charakter zu haben bedeutet, dass jemand – wenn alles passt – seine Leistung auch ohne Wenn und Aber bringen will. Natürlich wird dabei jeder auf dem Fußballplatz vom Gegner gefordert.

Welche Schwierigkeiten siehst Du noch, wenn es um junge Fußballer auf dem Weg ins Profidasein geht?

Meines Erachtens opfern die Eltern jede Menge Zeit, wenn das Kind in jungen Jahren ‘hoch’ spielt. Es verändert sich der ganze Tagesablauf, wenn man beispielsweise vier- bis fünfmal nach München fährt. Da kommt auch wieder der Faktor Schule ins Spiel: Ich finde, selbst für einen Hochtalentierten ist die Mittlere Reife das Mindeste. Es gibt ein Leben danach auch noch, das darf man nicht vergessen.

Günther Leipold ist dir natürlich ein Begriff. Er unterstützt MO5ES im Bereich Leistungsdiagnostik. Wie siehst Du seine Arbeit?

Für mich war es ein entscheidender Punkt, dass ein Experte wie Günther Leipold das Vorhaben unterstützt – wer kann das schon vorweisen? Dass ein Spieler bereits in jungen Jahren untersucht und getestet wird, das gibt es selbst bei einigen namhaften Klubs nicht, hundertprozentig nicht. Günther hat bereits mit Thomas Tuchel beim FSV Mainz 05 zusammengearbeitet und einen ähnlichen Ansatz verfolgt. Es ist faszinierend, wie er arbeitet. Äußerst akribisch und voll bei der Sache!

Viele fragen sich vielleicht: MO5ES und Karsten Wettberg, wie passt das zusammen? Interessant ist sicher, durch welchen “Zufall” Du vom Konzept erfahren haben und was deine Gedankengänge waren, als Du nach dem ersten Treffen nach Hause gefahren bist?

Richi und Sebastian sind mir zufällig über den Weg gelaufen, als sie ihr Unternehmen angemeldet haben. Danach haben sie mir das Konzept vorgestellt und ich habe mir gedacht, dass das wie die Faust aufs Auge passt und es genau das ist, was ich die nächsten Jahre machen will. Das glaubt mir sicher nicht jeder, aber: MO5ES ist etwas Tolles, davon bin ich angetan und das werde ich machen. Ich glaube, da stimmt die ‘Chemie’ zwischen allen Beteiligten.

Im November hast Du deinen 78. Geburtstag gefeiert. Wie hältst Du dich fit?

Ich fühle mich gut, sitze aber auch nicht nur daheim, um Fern zu sehen oder zu lesen. Das ist nicht mein Leben. Ich bin in den über 50 Jahren als Trainer und Spielertrainer (über 1500 Spiele) 4,5 Millionen Kilometer nur für den Fußball gefahren. Mindestens 30 Minuten Sport am Tag müssen es sein, das ist mir ganz wichtig.

Du blickst auf eine bewegte und erfolgreiche Zeit zurück: Würdest Du dennoch etwas an deiner Karriere ändern?

Ja, ich würde es etwas anders machen. Da ich bis zu meiner Pensionierung immer gearbeitet habe, ist mein Familienleben sicher zu kurz gekommen, weil meine Frau auch gearbeitet hat und dann wegen mir aufhören musste.

Erfolge von Karsten Wettberg:

-u.a. acht bayerische Meistertitel mit sechs verschiedenen Vereinen

-vier Landesliga-Meistertitel 

-zwei Aufstiege in die 2. Bundesliga, ein Aufstieg in die Regionalliga

-Stationen: TSV 1860 München,  SpVgg Unterhaching, SSV Jahn Regensburg, FC Augsburg, SpVgg Landshut, uvm.

Abschließende Frage: Hast Du dir schon einen Vorsatz für das neue Jahr überlegt bzw. Ziele für das Projekt MO5ES gesteckt?

Generell will ich etwas mehr auf meine Gesundheit achten, weniger Stress haben und ansonsten bin ich nur zufrieden, wenn sich etwas bewegt. Fußballverrückt bin ich schon immer und werde ich auch immer sein. Mit MO5ES habe ich Großes vor: Ich kenne bereits einige Talente aus der Region, die ich auch selbst gesehen habe, und bin überzeugt davon, dass wir mit MO5ES auf dem richtigen Weg sind. Wir können den ein oder anderen auf dessen Weg begleiten und ihm helfen, im Profifußball Fuß zu fassen. Wenn es auch nur Einer ist, der wie Fischer, Augenthaler, usw. den Sprung schafft – dann hat sich das Ganze schon gelohnt.

Freitag, 1. November 2019

Ernährungsexperte Tom Geitner: “Das Ziel am Spieltag ist es, die Energiekurve stabil zu halten”

Als MO5ES-Experte rund um das komplexe Thema Ernährung unterstützt Tom Geitner Team MO5ES tatkräftig. Im ersten Teil des exklusiven Interviews gibt der 34-Jährige einen Überblick, wie ein Fußballer durch die richtige Ernährung auch seine Leistungsfähigkeit steuern kann. 

Tom, wir fangen ganz knackig an: Wie wichtig ist die Ernährung für einen Fußballer, wenn man es bis nach ganz oben schaffen will? Große Trainer wie Jürgen Klopp und Pep Guardiola schauen ja mittlerweile ganz genau darauf.

Ernährung kann sicherlich ein entscheidender Faktor sein, da durch eine angepasste Ernährung die Leistungsfähigkeit, die Rehabilitation bei einer Verletzung und die Verletzungsprävention positiv beeinflusst werden kann. Hinzu kommt, dass Dinge wie Schlaf, Entspannung und auch die Organfunktion über die Ernährung gesteuert bzw. unterstützt werden können. Alles in allem ist der Faktor Ernährung in keinem Fall zu unterschätzen, also haben beide Trainer definitiv Recht.

Wie würdest Du eine fußballspezifische Ernährung definieren?

Es muss einem bewusst sein, dass es keine rein fußballspezifische Ernährungsform gibt, denn die individuelle Ernährungsweise ist von diversen Faktoren abhängig. Hierzu gehören u.a. die Trainings- und Spielbelastung während einer Woche und dadurch das Stressniveau, das Schlafverhalten, Unverträglichkeiten und das über den Tag verteilte Energielevel.

Oft wissen die Eltern gar nicht, wie eine sportliche Ernährung für das Kind idealerweise auszusehen hat. Welche Tipps kannst Du in jedem Fall geben?

Wie bereits erwähnt, eine direkte fußballspezifische Ernährung – finde ich – gibt es so nicht. Eine gute und ausgewogene Ernährung bringt jedem etwas, jugendlich oder erwachsen – Sportler oder nicht. Über dieses Thema lässt sich auch richtig viel und lange sprechen, ich möchte aber nur mal ein paar wesentliche Punkte aufführen – und zwar die Dinge, die mir persönlich von Bedeutung sind:

Die Lebensmittel heutzutage sind aufgrund der Herstellung, Lagerung und Verpackung nicht mehr mit den Lebensmitteln von vor beispielsweise 30 Jahren zu vergleichen. Ich möchte hier nicht die Diskussion über Gluten- und Kuhmilchprodukte breittreten, allerdings sollte man sich darüber schon ein paar Gedanken machen, in wie weit der Konsum dieser Produkte sinnvoll ist oder nicht.

Schauen wir unseren Tagesablauf an, er wird bestimmt von Stress. Stress ist an sich auch nicht zwingend negativ zu bewerten. Wenn wir aber unter Stress unsere Nahrung zu uns nehmen, dann hat dies definitiv negative Auswirkungen auf unsere Verdauung und Aufnahme. Wir kauen nicht mindestens 30-mal jeden Bissen, sondern spülen gerne das Essen mit Flüssigkeit hinunter. Unter Stress läuft unser Sympathikus auf Hochtouren. Dies bedeutet Fight or Flight und in diesem Zustand verdaut unser Körper nicht ordentlich. Wenn ich heute auf der Flucht vor einem Säbelzahntiger bin, habe ich überleben im Kopf und nicht, wie ich meine Nahrung sachgemäß verdaue. In Stresssituationen greifen wir ebenfalls aufgrund von Zeitmangel vermehrt zu Junkfood. Hier stellt sich mir immer die Frage: Würdest du das, was du deinem Darm damit zumutest, dir auch auf die Haut schmieren?

Die Ernährungsform muss umsetzbar sein, sowohl für den Alleinstehenden, als auch für die Familie, wenn es um Kinder geht. Als Beispiel hierfür: Wenn ich mein Kind von der Schule hole und es sofort weiter zum Zug muss, um in das Training zu kommen, ist die Umsetzung eine andere, als wenn die Familie in Ruhe Mittagessen kann.

Es gibt dennoch Punkte, an denen Du dich gern festhältst. Wie sieht für dich eine gute Ernährung aus?

Folgende Punkte sind mir wichtig:

Reduktion von genannten Dingen, wie Gluten- und Kuhmilchprodukten, um entzündungsfördernde Prozesse im Körper zu vermeiden / verringern.

Saisonales, frisches Gemüse und Obst. Je bunter der Teller, desto besser.

Richte deine Makronährstoffe u.a. nach deinem Energielevel. Als Beispiel: Wenn du morgens länger brauchst, um wach zu werden, konsumiere anstelle von Kohlenhydraten Eiweiße und Fette. Wenn du nach dem Mittagessen merkst, dass du auf Kohlenhydrate müde wirst, meide Sie auch mittags. Für die meisten Menschen, mit denen ich zusammenarbeiten durfte, ist es tatsächlich am besten, sinnvolle Kohlenhydrate am Abend zu konsumieren, um über diesen Weg das System runterzufahren, zu regenerieren und auch einen qualitativen Schlaf zu bekommen.

Konsumiere wenn dann hochwertiges und mageres Fleisch! Heißt: nicht das eingeschweißte Fleisch aus dem Supermarkt.

Versuche abgepackte Lebensmittel allgemein zu meiden, ebenso wie Plastikflaschen. Diese enthalten u.a. sogenannte Xenoöstrogene, welche den Östrogenspiegel (welcher meist eh schon zu hoch ist) noch mehr erhöhen. Dies hat zur Folge, dass u.a. das Körpergewicht durch vermehrte Produktion von Fettgewebe nach oben geht, die Xenoöstrogene  Einfluss auf das Mikrobiom im Darm haben und auch die Leber durch eine noch mehr geforderte Entgiftung zu einer Überlastung kommen kann. Hier ist es dann wiederum von Bedeutung, zu wissen, dass die Leber u.a. den Tonus des Bindegewebes reguliert. Im Umkehrschluss kann dies bedeuten, dass eine Überlastung der Leber auch zu einem erhöhten Tonus des Bindegewebes führen kann und dies wiederum dann zu Verletzungen.

Versuche ca. einen Liter Flüssigkeit (am besten Wasser) je 20kg Körpergewicht zu trinken.

Mein Tipp: Man sollte immer schauen, wie und womit man von den genannten Dingen am besten klar kommt. Denn: Pauschal eine zu 100 Prozent richtige Aussage zu treffen, ist leider nicht möglich.

Nehmen wir mal exemplarisch einen normalen Spieltag eines jungen Fußballers. Wie sollte man sich ernähren, um maximal leistungsfähig zu sein?

Das ist eine sehr gute Frage, denn hier gibt es einiges, womit man seine Leistungsfähigkeit optimieren kann. Wie bereits oben erwähnt, aus diversen Gründen bevorzuge ich es, manche Lebensmittel zu meiden. Die Vorbereitung auf den Spieltag beginnt eigentlich bereits am Tag davor, indem die Glykogenspeicher (Speicherform von Kohlenhydraten) aufgeladen werden. Hier würde ich empfehlen, auf den Tag verteilt ca. 200 Gramm Kohlenhydrate (beispielsweise bei einem Gewicht von ca. 75kg) und zum Abendessen ca. 300 Gramm Kohlenhydrate zu sich zu nehmen. Das Ziel am Spieltag ist es, die Energiekurve (den Blutzuckerpegel) stabil zu halten. Das bedeutet, dass darauf geachtet werden sollte, welche Nährstoffe wann konsumiert werden. Dies hängt von einigen Faktoren ab. Als Beispiel fällt mir hier spontan ein: Ein Spieler, der morgens eher dazu neigt, müde zu sein (das kommt aus der Erfahrung auch nicht so selten vor), sollte sich morgens eher eiweiß- und fettreich ernähren, da es sonst passieren kann, dass die Energiekurve statt nach oben eher nach unten zeigt (Man kennt dieses Phänomen oft nach dem Mittagessen mit dem sogenannten Mittagstief). So kann ein Frühstück z.B. aus Eiern, Gemüse, Avocado und einem Beerensmoothie bestehen. Als Snack zwischen Frühstück und Mittagessen aber auch nochmal zwischen Mittagessen und Spiel bietet sich z.B eine Nussmischung (u.a. Para, Wal, Cashewnüsse) an.

Diese Lebensmittel haben einen hohen Anteil an Cholin, dem Vorboten des sogenannten Acetylcholins. Dies ist ein Botenstoff, welcher u.a. für die Muskelkontraktionsfähigkeit und auch für die kognitive Leistung verantwortlich ist.

Und was ist beim Mittagessen wichtig?

Mittags sollten idealerweise komplexe Kohlenhydrate konsumiert werden, wie z.B. Süßkartoffeln gepaart mit magerem Fleisch und Gemüse. Aber auch Kohlenhydrate – in Form von Buchweizen oder Quinoa finde ich sehr gut. Diese Mahlzeit sollte idealerweise ca. drei Stunden vor dem Spiel zu sich genommen werden, um den Verdauungsprozess bis zum Spiel abgeschlossen zu haben und der Körper hier nicht unnötig belastet wird.

Ist es ratsam, kurz vor dem Spiel, kurz danach oder sogar in der Halbzeitpause zu essen? Und falls ja, was sind absolute No-Gos?

Hier müssen wir klar unterscheiden. Sprechen wir zuerst über die Zeit vor dem Spiel. Was wollen wir während des Spiels? Na klar, eine stabil anhaltende Leistungskurve. Also macht es vor dem Spiel in meinen Augen wenig Sinn, einfache Kohlenhydrate (Nahrungsmittel mit einem hohen Glykämischen Index) zu sich zu nehmen. Ein prädestiniertes Beispiel hierfür ist der berühmte Traubenzucker vor dem Spiel. Durch die Zufuhr von Einfachzucker kommt es zu einem rasanten Anstieg des Blutzuckerspiegels und einem kurzen Energieschub. Leider kommt es hier zu einem genauso schnellen Abfall dessen, was dazu führt, dass die Energie auch wieder schnell schwindet. So geraten wir in eine Spirale von einem immer wiederkehrendem Hungergefühl, wodurch auch Leistungseinbuße und Konzentrationsprobleme die Folge sein können. Die Zufuhr von komplexen Kohlenhydraten führt im Gegensatz dazu, dass der Blutzucker deutlich langsamer und geringer steigt und die Energie quasi länger zur Verfügung steht.

Kohlenhydrate sind der Brennstoff bei körperlicher Belastung. Beim Fußball bewegen wir uns bei ca. 75 Prozent in der aeroben Energiebereitstellung, in welcher Kohlenhydrate zur Energiebereitstellung herangezogen werden. Um optimal aufgefüllte Glykogenspeicher in der Leber zu besitzen, empfehle ich, wie bereits erwähnt, am Abend vor dem Wettkampf relativ viele Kohlenhydrate komplexer Form zu konsumieren.

Snacks ca. 90 Minuten vor dem Spiel können ein Apfel sein oder etwa Paranüsse. Während des Spiels ist ein stabiler Blutzucker essenziell. Hier gibt es in meinen Augen zwei Optionen, wo man an sich selbst testen sollte, welche einem besser liegt.

Option A

Nutze ca. eine Stunde vor dem Anpfiff sogenannte EAA’s (Essentiell Amino Acids). Das Gleiche in der Halbzeit. EAA’s haben unter anderem den Vorteil, dass durch die Aminosäuren Leucin, Isoleucine und Valin die Trypthophan-Aufnahme bzw. die Umwandlung im Gehirn zu Serotoninen einem Botenstoff, der eher entspannend wirkt, geblockt wird. Daher kommt auch der Spruch „Sport macht glücklich“, da durch schweißtreibende Belastung Serotonin ausgeschüttet wird.

Während des Spiels sollten wir aber nicht entspannen, sondern über 90 Minuten maximale Leistung erzeugen können.

Option B

Trinke alle 30 Minuten vor und während des Spiels 15 Gramm Maltodextrin mit stillem Wasser. Hier ist der Hintergedanke eine konstante Zufuhr von Kohlenhydraten in flüssiger Form, um somit die Energierkurve stabil zu halten, aber dem Körper Energie zuzuführen. Wir bewegen uns beim Fußball ca. 70 Prozent aerob, was bedeutet, dass wir Kohlenhydrate zur Energiebereitstellung benötigen. Welche Methode am besten geeignet ist, sollte vorab getestet werden, da dies nicht pauschal zu sagen ist und wiederum von einigen Faktoren abhängt.

Nach dem Spiel geht es dann darum, die Energiespeicher möglichst schnell wieder zu füllen und auch die Regeneration anzukurbeln. Nun können also auch Kohlenhydrate mit einem hochglykämischen Index konsumiert werden, um die Glykogen-Speicher möglichst schnell zu füllen.

Wie geht das nach dem Spiel am einfachsten?

In Form eines Shakes mit Whey Protein, Dextrose oder auch durch Cornflakes oder Weißbrot. Diese Dinge haben einen hohen Glykämischen Index. Wichtig ist, diese Mahlzeit immer mit Proteinen zu kombinieren, da auch die Muskulatur Arbeitsmaterial benötigt.

Eine tolle Sache hierfür ist die Aminosäure Leucin. Leucin reguliert nämlich auch die Insulinausschüttung aus der Bauchspeicheldrüse. Das hat den Vorteil, dass das zugeführte Protein deutlich schneller in die Muskulatur geschleust wird. Auch gegen Stresshormone, welche während bzw. durch die körperliche Belastung vermehrt ausgeschüttet werden, hat es eine positiv senkende Wirkung. Quellen hierfür sind Hülsenfrüchte, Oliven, Nussmischungen.

Vielen Dank für die Einblicke in deine Welt, Tom. Wir freuen uns auf den zweiten Teil des Interviews.

Gerne, ich stehe immer für Fragen zur Verfügung. Bis zum nächsten Mal!

Im nächsten Teil des Interviews geht es um die Selbstständigkeit von Tom Geitner und seine Arbeit mit Menschen.

Dienstag, 15. Oktober 2019

Weltmeister Miro Klose: “Im Individualtraining liegt der Schlüssel für die Zukunft”

Miroslav Klose hat mit der deutschen Nationalmannschaft seine einzigartige Karriere gekrönt, als er die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien gewann. Der Ex-Angreifer findet jedoch, dass sich im Fußball vieles zum Negativen gewandt hat – vor allem im Jugendbereich.

“Ich habe viel Kontakt zu Ex-Profis, die heute Trainer oder sonst im Fußball tätig sind. Sie bestätigen, dass die heutige Generation diese Einstellung, die bei uns normal war, nicht mehr hat, bis auf wenige Ausnahmen. Diese Leidenschaft, dieses Herz vermisse ich. Für mich war es jeden Tag eine Freude, mich zu verbessern. Die Motivation muss aus dem Spieler selbst kommen, die Trainer dürfen nur die letzten Prozente ausmachen”, sagte Klose im großen Juli-Interview mit dem Kicker.

Mittlerweile coacht der 41-Jährige die U17 des FC Bayern München, selbst dort sieht er großen Nachbesserungsbedarf im charakterlichen und persönlichen Bereich. “Manche lassen die Schule schleifen und kapieren nicht, dass sie, wenn sie als Nationalspieler oft weg sind, den Stoff nachholen müssen. Viele gehen da den bequemen Weg. Das zeigt mir, dass es dann nicht reicht”, so der WM-Rekordtorschütze weiter. Er vermisse heute den “unbedingten Willen” bei den Spielern.

Miroslav Klose: Der Trend geht zum Individualtraining

Demzufolge ist der Zwang ebenfalls ein Thema, wenn es um die Motivation von Jugendspielern geht. “Sie müssen wieder Spaß am Fußball bekommen. Manchmal wirken sie derart gestresst, mit Schule und vielem mehr, dass sie – so mein Eindruck – nur zum Training kommen, weil sie es müssen”, moniert der 41 Jahre alte Ex-Kicker.

Konkrete Änderungen hat Klose sogar schon auf der Agenda stehen: “Wir müssen viel individueller arbeiten, positionsspezifisch, eine Stunde lang 80 bis 120 Flanken schlagen lassen: Nur mit Wiederholungen lernen die Jungs da, mit der Geschwindigkeit umzugehen; in welchem Winkel die Ballmitnahme gerade zur Grundlinie hin zu erfolgen hat oder wie sie nach innen gehen müssen. Erst ohne, dann mit Gegenspieler, bis sieben von zehn Flanken ankommen. Im Individualtraining liegt der Schlüssel für die Zukunft.”

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Dienstag, 1. Oktober 2019

Ex-Profi Dominik Reinhardt: “Die Arbeit mit jungen, lernwilligen Spielern macht sehr viel Spaß”

Dominik Reinhardt gewann einst mit dem 1. FC Nürnberg sensationell den DFB-Pokal und spielte unter anderem auch für den FC Augsburg in der Bundesliga. Im exklusiven Interview mit MO5ES spricht der 34-Jährige über die Gründe, warum er mittlerweile im Individualtraining Fuß gefasst hat, wie seine Trainingseinheiten aussehen und die Eigenschaften, die junge Spieler für den Sprung in den Profibereich heutzutage unbedingt mitbringen müssen.

Domi, Du hast in deiner Profikarriere beim FC Augsburg und beim 1. FC Nürnberg gespielt. Rückwirkend, was war dein schönstes Erlebnis als Profi?

Meine schönsten Erlebnisse waren der DFB-Pokalsieg 2007 mit dem Club und die daraus resultierenden UEFA-Cup Spiele gegen Mannschaften wie Benfica Lissabon, Everton oder St. Petersburg.

Du hast in 13 Jahren Profidasein natürlich vieles erlebt. Was hat dich in dieser Zeit am meisten geprägt?

Ich weiß nicht, ob mich der Fußball geprägt hat. Außer vielleicht meinen Körper gezeichnet. Ich hatte einfach das große Glück, jeden Tag meinem größten Hobby nachgehen und in fantastischen Stadien in Deutschland und Europa spielen zu dürfen.

Wie hast Du dich in dieser Zeit in deiner Persönlichkeit entwickelt?

Ich denke, dass ich durch den Fußball selbstbewusster geworden bin.

Mittlerweile bist Du beim FCA als Individualtrainer engagiert. Warum hast Du dich nun für diesen Karriereweg entschieden?

Ich konnte mir während meiner aktiven Karriere nie vorstellen, Trainer zu werden. Doch als mir der FCA anbot, die U23 zu trainieren musste ich nicht lange überlegen und habe direkt zugesagt. Mittlerweile bin ich als Individualtrainer am NLZ tätig und versuche hier meine Erfahrungen an die Nachwuchsspieler weiterzugeben. Außerdem macht es mir sehr viel Spaß mit jungen, lernwilligen Spielern zu arbeiten.

Warum ist dieses Individualtraining so effektiv? Was kommt im Gegensatz dazu im Mannschaftstraining zu kurz?

Im Individualtraining kann man viel mehr Augenmerk auf Details legen. Diese kommen im Mannschaftstraining, gerade im technischen Bereich, oft zu kurz, da der/die Trainer 18-20 Spieler beim Training haben. Im Individualtraining sind es 1-3 Spieler, mit denen man arbeitet.

Damit wir uns reinversetzen können: Wie sieht der Tagesablauf eines Individualtrainers aus?

Sonntags werden den zu trainierenden Spielern passende Zeitfenster zugeteilt.
Unter der Woche bin ich dann von 9:00 bis 17:30 am NLZ. Wenn ich kein Training auf dem Platz habe, dann bereite ich individuelle Videoanalysen vor oder überlege mir Übungen für die kommenden Spieler.

Hast Du eine spezielle Vorgehensweise für dein Training? Auf was achtest du und was ist anders als beim Teamtraining?

Ich versuche, das Training systematisch aufzubauen. Vom Leichten zum Schweren. Das hängt natürlich immer vom Leistungsstand der einzelnen Spieler ab. Mir ist es wichtig, dass die Spieler mit Freude und konzentriert zum Training kommen. Ansonsten versuche ich, eine Atmosphäre zu schaffen, bei denen die Jungs keinen Druck verspüren.

Wie sieht es mit der Häufigkeit und der Dauer der Einheiten aus?

Da unsere Spieler schon fast jeden Tag trainieren, packen wir noch eine bis maximal zwei Individualeinheiten in die Woche. Eine Einheit dauert dann 25 – 40 Minuten.

Deine Meinung: Sollte man eher an seinen Stärken arbeiten, um darin noch besser zu werden oder sich stattdessen auf seine Schwächen konzentrieren?

Ich denke man sollte keinen der beiden Punkte vernachlässigen und einen guten Mittelweg finden.

Wo siehst Du die Zukunft des Individualtrainings?

Ich gehe davon aus, dass das Individualtraining gerade im Leistungssport mehr und mehr in den Fokus rückt, da man durch dieses Training Spieler noch weiterentwickeln kann.

Zum Abschluss: Hast du Tipps für junge Spieler, die einen ähnlichen Weg einschlagen möchten, wie du?

Das Wichtigste ist, dass man den Spaß am Fußball (oder auch jedem anderen Sport) nicht verliert. Außerdem sollte man hart an sich arbeiten wollen und respektvoll mit anderen umgehen.

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